Semperit-Jahresergebnis 2020 deutlich höher erwartet als im Vorjahr – Überprüfung der Bilanzansätze der Vermögenswerte in den Sektoren Industrie und Medizin

03.07.2020 Uhr (Veröffentlichung einer Insiderinformation / Adhoc Mitteilung)

Wien, Österreich, 3. Juli 2020 – Die rezessive Wirtschaftsentwicklung und die Effekte der Corona-Krise führen bei der börsennotierten Semperit-Gruppe zu gegenläufigen Entwicklungen in den Sektoren Industrie und Medizin: Im Geschäft mit medizinischen Schutzhandschuhen sind seit dem Ausbruch der Corona-Krise ein deutlicher Nachfrageanstieg sowie eine kräftige Erhöhung des Preisniveaus zu beobachten. Vor diesem Hintergrund und auch angesichts der verbesserten operativen Performance werden die Ergebnisse des Sektors Medizin im laufenden Geschäftsjahr deutlich über dem Vorjahresniveau liegen.

Die sich abzeichnenden Effekte der globalen Pandemie werden als bedingt nachhaltig bewertet. Aus diesem Grund ist die strategische Grundsatzentscheidung vom 28. Jänner 2020, wonach Semperit in Zukunft auf das Geschäftsfeld Industriegummi fokussieren und sich vom Medizingeschäft trennen wird, unabhängig von den im Gefolge der Corona-Krise jüngst zu beobachtenden Entwicklungen weiter aufrecht.

Der Sektor Industrie wurde von der globalen Rezession, die sich in den vergangenen Monaten aufgrund des weltweiten Lockdowns verschärft hat, getroffen. Die Ergebnisse des Sektors Industrie im laufenden Geschäftsjahr werden daher erkennbar unter dem Vorjahresniveau liegen. Die auf absehbare Zeit positiven Effekte aus dem Medizingeschäft werden diesen Rückgang aber deutlich überkompensieren.

In Summe ist derzeit auf Basis aktueller Zahlen davon auszugehen, dass das EBITDA der Semperit-Gruppe auf Gesamtjahres-Sicht signifikant über dem Wert des Vorjahres (2019: EUR 67,8 Mio.) liegen wird. Die derzeit nicht absehbare Dauer der Corona-Krise und deren Folgen für die Weltwirtschaft erschweren dabei allerdings zuverlässige Prognosen über finanzielle Auswirkungen auf die Semperit-Gruppe.

Angesichts der dargestellten Entwicklungen überprüft Semperit anlassbezogen das Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertaufholungen bzw. Wertminderungen in den Sektoren Medizin bzw. Industrie. Die Höhe der etwaigen Wertanpassungen wird spätestens mit Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichtes bekanntgegeben werden.

Dies berücksichtigend ist aktuell von einem EBIT der Semperit-Gruppe von EUR 110,0 bis 160,0 Mio. (2019: EUR −16,5 Mio.) für das Gesamtjahr 2020 auszugehen – insbesondere abhängig von der weiteren Entwicklung des Preisniveaus für medizinische Schutzhandschuhe und der hinreichenden Verfügbarkeit von Rohstoffen für deren Produktion.

 

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Über Semperit
Die börsennotierte Semperit AG Holding ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe, die in den Sektoren Medizin und Industrie hochspezialisierte Produkte aus Kautschuk entwickelt, produziert und in über 100 Länder weltweit vertreibt: Untersuchungs- und Operationshandschuhe, Hydraulik- und Industrieschläuche, Fördergurte, Rolltreppen-Handläufe, Bauprofile, Seilbahnringe und Produkte für den Eisenbahnoberbau. Die Zentrale des österreichischen Traditionsunternehmens, das seit 1824 besteht, befindet sich in Wien. Die Semperit Gruppe beschäftigt weltweit rund 6.900 Mitarbeiter, davon rund 3.600 in Asien und rund 900 in Österreich (Wien und Produktionsstandort Wimpassing, Niederösterreich). Zur Gruppe gehören weltweit 14 Produktionsstandorte sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen in Europa, Asien, Australien und Amerika. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte der Konzern einen Umsatz von 840,6 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA (ohne Sondereffekte) von 63,8 Mio. EUR.


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