Flexibilität und Biegeradius

Flexibilität und Mindestbiegeradius sind wichtige Faktoren in der Schlauchkonstruktion und -auswahl, besonders wenn der Schlauch im Einsatz starken Krümmungen unterzogen wird.

Es ist darauf zu achten, dass der kleinste im Einsatz zu erwartende Biegeradius über dem Mindestbiegeradius des jeweiligen Schlauches liegt. Wird der minimale Biegeradius jedoch unterschritten, kann der Schlauch knicken und sich im Querschnitt verengen oder sogar platt gedrückt werden. Dadurch kann es zu einer übermässigen Beanspruchung oder Verdrehung der Einlagen kommen. Dies kann die Lebensdauer des Schlauches erheblich reduzieren bzw. sogar zu dessen Ausfall führen.

Der Mindestbiegeradius wird im allgemeinen für jeden Schlauch in diesem Katalog angegeben. Bis zu diesem Radius kann der Schlauch im Einsatz ohne Schaden bzw. ohne beträchtliche Verkürzung der Lebensdauer gebogen werden. Der Radius wird zum Inneren der Krümmung hin gemessen. 

Formel, um die Mindestschlauchlänge zu bestimmen, unter Vorgabe des Biegeradius und des erforderlichen Grades der Schlauchbiegung:

Es sind: a = Biegewinkel, r = gegebener Biegeradius des Schlauches,

 f = Aussendurchmesser des Schlauches,

L = Mindestlänge des Schlauches.

Beispiel: Für eine 90° Biegung eines Schlauches mit Aussendurchmesser 70mm errechnet sich die Mindestschlauchlänge bei einem Biegeradius von 450mm wie folgt:

In diesem Fall muss sich die Biegung folglich über eine Schlauchlänge von mindestens 762mm erstrecken.

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